Wickingplatz Recklinghausen

Maruša Sagadin: Blaue Lippen, 2026

Ein neues Kunstwerk der Sammlung Kunst im öffentlichen Raum der Städtischen Museen Recklinghausen / Kunsthalle Recklinghausen

Sagadins neue Plastik zeigt nicht nur formal eine weithin bekannte Frucht, sondern beschäftigt sich allein schon in der farblichen Fassung mit Fragen von Oberfläche und des darunter schlummernden semiotischen Spiels: Ist es nun eine Pflaume oder doch ein in der Kälte erblauter Mund? Durch den vielschichtigen Farbauftrag und das sukzessive Zurückschleifen der Lackschichten sowie dem daraus resultierenden Auftauchen des Vorausgegangenen ist Sagadin auch eine Archäologin der Farben und Formen.

Vielen von uns sind Kombinationen von Körpern und Früchten in der Kunst seit der griechischen Antike bis heute begegnet – ob in Parks und Gärten oder in Kirchen und Museen. Oder denken wir an die Formensprache der Pop Art und der Werbung, in denen oft in knalligen Farben Körper und Früchte auftauchen, bis hin zu den rezenteren Ikonografien der Emojis. Ein Paar Blaue Lippen neben der Kunsthalle verdichtet nun dank Sagadin all diese Themen als weithin sichtbare Pflaume, und sie passt so gut an den Platz – es scheint, als wäre sie schon immer dagewesen.

Maruša Sagadin, geboren 1978 in Ljubljana, lebt und arbeitet in Wien. Sagadin studierte Architektur an der TU Graz und anschließend Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Monica Bonvicini; ihre Arbeiten sind unter anderem in den Sammlungen des Belvedere, der Artothek des österreichischen Bundes, des MAK, des Wien Museums, der Heidi Horten Collection und des Universalmuseums Joanneum vertreten.

Blaue Lippen, 2026
Stahl, Stahlblech, Lacke
400 x 230 x 230 cm
Wickingplatz
GPS 51.6178, 7.2025

Blaue Lippen konnte realisiert werden dank der großzügigen Unterstützung der Stiftung der Stadtsparkasse Recklinghausen zur Förderung von Kunst und Kultur sowie der Heimatpflege und Heimatkunde im Gebiet der Stadt Recklinghausen.

Kurator: Dr. Nico Anklam
Projektassistenz Kunst im öffentlichen Raum: Nora Langen
Planung: Monika Trimmel / Werkraum Ingenieure
Metallbau: Stahl und Form
Malerei: mit Hannes Heel, Julian Ernst
Errichtung vor Ort: E. Liebing Bauunternehmung
Begleitet durch den Förderverein für Bildende Kunst Recklinghausen e. V.
Fotos: Mareike Tocha
Ein besonderer Dank gilt: Christine König Galerie, Wien

Öffnungszeiten
Preise
* Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Gruppen ab 10 Personen, Inhaber*innen des Recklinghausen Passes bzw. ein entsprechender Ausweis anderer Gemeinden, Inhaber*innen der Ehrenamtskarte NRW bzw. der Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW
Die Kunsthalle ist barrierefrei zugänglich.
Führungen
Die öffentlichen Führungen sind kostenfrei, es muss lediglich das Eintrittsgeld entrichtet werden.

Die Kosten für eine gebuchte Führung betragen 55,- Euro pro Gruppe (max. 20 Personen). Anmeldung unter Telefon (02361) 50 19 35.
Anschrift
Anfahrt
Die Kunsthalle liegt direkt gegenüber dem Hauptbahnhof, nahe des Busbahnhofs und ist mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Unter dem Busbahnhof befindet sich eine Tiefgarage.