„Erinnerung an Blumenthal“

Arbeiten an der Unterführung auf der Kunstmeile sind abgeschlossen

Es ist soweit: Über den Sommer wurde der Entwurf der Urbanisten an der Bahnunterführung auf der Kunstmeile abgeschlossen. Nun zieren die im Stil der Graphic Novels umgesetzten Bergbaumotive die Betonwände. Die Umsetzung war nicht ganz einfach. Während der ersten Arbeitsphase im Juni hatte Starkregen einen Teil der bereits fertig gestellten Arbeiten vernichtet. So mussten die Urbanisten zunächst abwarten und auf besseres Wetter hoffen, bevor sie erneut ans Werk gehen konnten. „Wir haben allerdings auch selten so gutes Feedback aus der Bevölkerung erhalten“ freut sich David Kory, der als Projektleitung der Urbanisten die Umsetzung vor Ort beaufsichtigt hat. „Die Motive passen hier gut hin,“ fanden viele der Passanten, die sich während der Umsetzung die Malereien ansahen: „Das ist unsere Geschichte, die man hier sieht.“ Das meinen auch die Mitglieder des Geschichtskreises, die den ersten Ideenentwurf geliefert und die historischen Fotografien recherchiert hatten. 

Seit 2014 gibt es auf den ehemaligen Zechengleisen des Bergwerks General Blumenthal die Kunstmeile. Der so betitelte Rad- und Wanderweg verläuft vom Hellbach bis zur Friedrich-Ebert-Straße und führt dann als Allee des Wandels weiter bis nach Herten bzw. nach Hochlarmark. Ihren Namen erhielt die Kunstmeile, als die von Michael Sailstorfer geschaffenen Mückenhäuser als Kunstwerke und nächtliche Beleuchtung installiert wurden. Im Rahmen des Projekts #heimatruhr soll die Kunstmeile belebter und beliebter werden. Dazu soll die Gestaltung der Radunterführung unter den Bahngleisen zwischen Herner Straße und Kurt-Schumacher-Allee dazu beitragen. Kooperationspartner für das Vorhaben ist der Geschichtskreis General Blumenthal. Ehemalige Bergleute hatten bereits im Rahmen des Projekt "Schicht am Schacht – Das Paulusviertel nach der Kohle" mit Künstlerin SARIDI. und Kunsthistorikerin Johanna Lohff einen Gestaltungsentwurf entwickelt, der auf historischen Fotos des Bergwerks über und unter Tage beruht. Mit der Umsetzung der Wandmalerei soll ein Ort entstehen, der die „Erinnerung an Blumenthal“ wach hält.

Mehr erfahren Sie im ersten #heimatruhr-Podcast: 
https://www.e-c-c-e.de/heimatruhr/heimatruhr-podcast.html

Ein Interview mit den Initiator*innen lesen Sie hier:
https://www.e-c-c-e.de/news-detail/interview-erinnerungen-an-blumenthal.html

Sehen Sie hier den Entwurf der Urbanisten und den Gestaltungsvorschlag des Geschichtskreises General Blumenthal 

Hier lesen Sie die Pressemitteilung der Stadt Recklinghausen zur Fertigstellung der Wandmalereien.

Das Projekt wird vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Weitere Informationen zum Projekt #heimatruhr gibt es auf der Internetseite des MHBKG: www.mhkbg.nrw/themen/heimat/heimatruhr. Partner sind das creative centre for european economy und das Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule (IAT) im Rahmen von #heimatruhr.

Öffnungszeiten
Preise
* Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Gruppen ab 10 Personen, Inhaber*innen des Recklinghausen Passes bzw. ein entsprechender Ausweis anderer Gemeinden, Inhaber*innen der Ehrenamtskarte NRW.
Die Kunsthalle ist barrierefrei zugänglich.
Führungen
Die öffentlichen Führungen sind kostenfrei, es muss lediglich das Eintrittsgeld entrichtet werden.

Die Kosten für eine gebuchte Führung betragen 55,- Euro pro Gruppe (max. 20 Personen). Anmeldung unter Telefon (02361) 50 19 35.
Anschrift
Anfahrt
Die Kunsthalle liegt direkt gegenüber dem Hauptbahnhof am Zentralen Busbahnhof. Die Kunsthalle ist mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Unter dem Busbahnhof befindet sich eine Tiefgarage. Achten Sie auf die Öffnungszeiten!